Herzlich willkommen bei Evangelisch im Täle

Jahreslosung 2018

Bei "Evangelisch im Täle" arbeiten die sieben Kirchengemeinden des Distrikts Neuffener Tal zusammen.

Welche Gemeinden das sind erfahren Sie hier.

 

 

Vorbildliche Zusammenarbeit

Kirchengemeinderäte aus dem Neuffener Tal beraten gemeinsam unter der Moderation von Eckhard Rahlenbeck (rechts stehend)

Kirchengemeinderäte des Neuffener Tals beraten gemeinsam in Großbettlingen

Wie können sieben unterschiedliche evangelische Kirchengemeinden in sieben Orten miteinander eine blühende kirchliche Landschaft sein? Zahlreiche Kirchengemeinderatsmitglieder aus den Orten im Neuffener Tal und Mitarbeiter im Täles-Kernteam, insgesamt 54 engagierte Frauen und Männer trafen sich an einem Samstag Anfang März im evangelischen Gemeindehaus in Großbettlingen, um darüber konkret nachzudenken.

Es war nicht das erste Mal, dass sich die kirchlichen Mitarbeiter aus sieben Gemeinden begegneten. Im Verlauf des Jahres 2017 hatten der Dekan und die Schuldekanin die sieben südlichen Kirchengemeinden im Dekanat Nürtingen besucht und sich gemeindeübergreifend mit Mitarbeitern getroffen. Eine solche „Distriktsvisitation“ war für alle Seiten etwas vollkommen Neues. Im Zuge dieser Visitation konnten sich Dekan und Schuldekanin ein Bild darüber machen, wie sich das örtliche Gemeindeleben und wie sich die Zusammenarbeit der Gemeinden untereinander gestaltet. In Gespräche lernten sie die Mitarbeiter kennen und verfassten am Ende einen Bericht. Der Bericht von Dekan Waldmann führte zu der Feststellung, die Zusammenarbeit unter dem Motto „Evangelisch im Täle“ sei an vielen Stellen vorbildhaft.

Nun sollten bei diesem Treffen im März die nächsten Schritten der Zusammenarbeit entworfen werden. Dass man den gemeinsamen Auftritt auf einer Homepage verbessern und ausbauen will, ist eine schon beschlossene Sache. Überhaupt will man die Marke „Evangelisch im Täle“ in der Öffentlichkeit noch besser bekannt machen. Einzelne Sparten der Gemeindearbeit oder Zielgruppenaktivitäten können oder wollen sich vernetzen. Für die geplante Stelle eines Diakons mit Schwerpunkt Familienarbeit im Neuffener Tal erstellt man eine ganze Liste von Aufgaben, die man gemeinsam anpacken will: Wochenend-Angebote, Freizeiten oder Aktionstage.

Als sehr wichtig erachten die Kirchengemeinderäte, dass die Pfarrer Entlastung erhalten.  Verwaltungs- und Bauangelegenheiten könnten zum Beispiel von dafür beauftragten Fachleuten übernommen werden. Die Teilzeitstellen von Pfarramtssekretärinnen könnten aufgestockt werden.

Unter der Moderation des Journalisten Eckhard Rahlenbeck (Tübingen) wurden aber noch andere Themenfelder bearbeitet. Das Angebot an Gottesdiensten möchte man profilieren im Rahmen eines gemeinsamen Konzepts: Gottesdienste mit verschiedenen Musikstilen, an unterschiedlichen Orten für unterschiedliche Personenkreise mit unterschiedlichen Elementen werden gewünscht, sollen entwickelt und in allen sieben Gemeinden beworben werden. Ehrenamtliche Mitarbeiter können zusammen mit Pfarrern oder Diakonen die Vorbereitung übernehmen. Für die ehrenamtlichen Mitarbeiter will man tälesweite Angebote entwickeln: Tagesausflug, Grillfest oder Fortbildungen.

Das alles ist nur eine Auswahl von vielen machbaren Ideen, die beim Klausurtag der Kirchengemeinderäte von Evangelisch im Täle im März angesprochen wurden. Ein Kernteam von je zwei bis drei Vertretern jeder Gemeinde wird die gesammelten Vorschläge weiter beraten und nach Wegen zur Umsetzung suchen. Zu Evangelisch im Täle gehören die Kirchengemeinden Beuren, Frickenhausen, Großbettlingen, Kohlberg, Linsenhofen, Neuffen und Tischardt. Sprecher und Kontaktadresse ist derzeit Pfarrer Harald Geyer aus Kohlberg.

Reformations-Wochen im Täle 2017

Im Neuffener Tal gab es im Reformationsjubiläumsjahr 2017 eine Predigtreihe zu den Grundworten der Reformation und dazu ein Reformationsbuch, das an alle evangelischen Haushalte verteilt wurde.
Das Buch enthält Beiträge zur Reformationsgeschichte in den einzelnen Tälesorten, Menschen aus dem Täle benennen, warum sie gern evangelisch sind, Pfarrer legen die Grundlagen der reformatorischen Theologie aus und im praktischen Teil gibt es Angebote verschiedener Art.
Für die drei Wochen wurde eine gemeinsame Bibellese vorgeschlagen.

Das Täles-Buch zur Reformation können Sie hier herunterladen.

Den Textplan für die 3-wöchige Bibellese können Sie hier herunterladen.

Die Auslegungen aus der 3-wöchigen Bibellese können Sie hier herunterladen.

Über den eigenen Kirchturmhorizont hinausblicken

Prälat Mack erläutert akt. Sit. der Landeskirche

Pfr. J. Zimmermann knüpft an reform. Auff. an

Die Kirchengemeinderäte vom Neuffener Tal

Über den eigenen Kirchturmhorizont hinausblicken

 

Klausur der Kirchengemeinderäte im Neuffener Tal – ein weiterer Schritt der Zusammenarbeit

 

NEUFFEN (sk). Eine besondere Begegnung und Gemeinschaft erlebten die Kirchengemeinderäte aus dem Neuffener Tal am letzten Februarwochenende. Seit zehn Jahren arbeiten unter dem Leitwort „Evangelisch im Täle“ die Kirchengemeinden in Beuren, Frickenhausen, Kohlberg, Linsenhofen, Neuffen und Tischardt und seit Neuerem auch Großbettlingen enger zusammen. Glaubenskurse, Predigtreihen, monatlichen Gebetskreise, Vortragsveranstaltungen, besondere Gottesdienste und anderes mehr wird gemeinsam verantwortet. Nun trafen sich die kirchlichen Gremien gemeinsam im Stift Bad Urach zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch, um einen weiteren Schritt in der Kooperation voranzugehen.

 

Bad Urach ist mit dem Stift der Landeskirche ein besonderer Ort für die Gemeinden aus dem Neuffener Tal. Nicht nur, dass die Leiterin des Stifts, Kirchenrätin Bärbel Hartmann, ihren Wohnsitz im Neuffener Tal  hat und jahrelang Pfarrerin in Neuffen war – auch hat das Stift mit seiner vornehmen Unterbringung und seinem guten Service, mit den dreimaligen täglichen Gebetszeiten und den historischen Gebäuden einen ganz besonderen Charakter.

 

Thematisch ging es den rund 60  Frauen und Männern, die in ihren Gemeinden des Neuffener Tals Verantwortung übernommen haben, um die Frage: Welche Kirche braucht unsere Zeit? Das bevorstehende 500-jährige Reformationsjubiläums legte nahe, sich dabei an wichtigen Texte der Reformation zu orientieren.

 

Kooperationen mit Win-Win-Situationen anstreben

 

Der Stuttgarter Prälat Mack berichtete von dem, was die Kirchenleitung der Landeskirche aktuell bewegt. Er nannte Bereiche, auf die besonderes Augenmerk zu legen ist. An vorderer Stelle geht es ihm darum, den Pfarrberuf attraktiv zu halten, weil die Kirche weitgehend über die Hauptamtlichen identifiziert wird. Sodann empfahl er den Gemeinden, Kooperationen einzugehen und auszubauen, doch nur dort, wo es sich anbietet und Win-Win-Situationen zustande kommen. In dieser Hinsicht sei „Evangelisch im Täle“ ein Vorreiter in der Landeskirche. Weiter sei der Gottesdienst als ursprüngliches Kennzeichen christlicher Gemeinde zu stärken – auch dadurch, dass sich Gottesdienste in vielfältiger Gestalt entwickeln können. Er befürwortete neue Begegnungsformen, vor allem dort, wo das Modell der klassischen Familie nicht mehr gelebt werden könne.

 

Eine Kirche, die ihrem Auftrag treu bleibt

 

Während der Prälat von der aktuellen Situation der Kirche, von der gesellschaftlichen Entwicklung und dem Rückgang der Mitgliederzahlen ausging, wählte der zweite Referent, der Balinger Pfarrer und Professor, Dr. Johannes Zimmermann, einen anderen Ansatz. Er setzte am Wesen von Gemeinde an. Eines der wichtigsten Dokumente der Reformation ist die Confessio Augustana, das Augsburger Bekenntnis von 1548. Dort wird, wie der Referent ausführte, die Kirche schlicht als die „Versammlung der Gläubigen“ bezeichnet, „bei denen das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakramente laut dem Evangelium gereicht werden“. Alles andere sei – so Zimmermann – gemäß diesem alten Bekenntnis zweitrangig. Die gläubigen Menschen sollten sich als Botschafter von Christus und seiner Kirche verstehen lernen und sich auch so verhalten. „Wir brauchen eine Kirche, die ihrem Auftrag treu bleibt, und wir brauchen eine Kirche, die sich auf ihr Umfeld, ihre Zeit und die Menschen ausrichtet“, sagte Zimmermann.

 

Immer wieder gab es im Stift Urach Gelegenheiten zur Begegnung und die Möglichkeit, über den eigenen Kirchturmhorizont hinauszublicken. Kirchenrätin Bärbel Hartmann verstand es, durch ihre Moderation und ihre Impulse und Andachten eine offene Atmosphäre zu schaffen, Begegnungen zu ermöglichen und den Gedankenaustausch zu fördern. In Kleingruppen wurden gegen Ende der Tagung Ziele und Thesen formuliert, die in den Gemeinden des Neuffener Tals sicher einiges anstoßen und auf die Mitarbeiterschaft ausstrahlen werden.  Spontan wurde im Schlussplenum eine Whats-App-Gruppe gegründet. Die Teilnehmer wollen über das informiert sein, was  in den verschiedenen Kirchengemeinden läuft und so den übergemeindlichen Austausch fördern.

 

 

 

  • Meldungen aus der Landeskirche

  • Deutscher Fundraisingpreis

    Die kirchliche Initiative „Was bleibt.“ ist am Donnerstag, 19. April, in Kassel mit dem ersten Preis des Deutschen Fundraising Verbandes ausgezeichnet worden. Die gemeinsame Initiative der badischen, württembergischen und sechs weiteren evangelischen Landeskirchen und ihrer Diakonien behandelt Fragen des Erbens und Vererbens, um Menschen über diese Tabuthemen frühzeitig miteinander ins Gespräch zu bringen.

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  • Vom Ministerium in den Oberkirchenrat

    Dr. Norbert Lurz ist am Donnerstag, 19. April, vom Landeskirchenausschuss zum neuen Bildungsdezernenten der Evangelischen Landeskirche in Württemberg gewählt worden. Der Ministerialrat im baden-württembergischen Kultusministerium wird damit Nachfolger von Oberkirchenrat Werner Baur, der Ende Mai in den Ruhestand geht.

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  • 70 Jahre Israel

    Landesbischof July hat anlässlich des 70. Geburtstag des Staates Israel seine „Abscheu“ gegen den erstarkenden Antisemitismus bekundet und ihn "eine Sünde gegen Gott und gegen Menschen" genannt.

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