Expedition zum Frieden

Die Jahreslosung der christlichen Kirchen für das neue Jahr lautet: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Psalm 34,15). Im Anschluss daran haben Gemeinden im Neuffener Tal das Kursprojekt „Expedition zum Frieden“ entwickelt. Es ist eine Einführung in Grundlagen des christlichen Glaubens anhand der Frage, was Frieden ist und wie er zu finden ist.

 

FRIEDEN – Hat die Welt Frieden? Hast du den Frieden? Mit Gott? Mit dir? Bei diesem Projekt gehst Du gemeinsam mit anderen solchen Fragen nach. Mach dich mit auf den Weg. Wir alle suchen den Frieden. Wir alle suchen Gott.

3 Wochen lang vom Sonntag, 20.1. bis Sonntag, 10.2., dem Frieden auf der Spur sein – das wollen wir miteinander in unserer Expedition zum Frieden. Du bist  eingeladen, dabei zu sein!

3 kreative Videoclips wurden extra dafür im Neuffener Tal produziert. Bestimmt kennst du welche, die mitgemacht haben! Die Videos geben Impulse zu den Themen: Frieden mit anderen. Frieden mit Gott. Frieden mit mir selbst.

In Gesprächstreffen im unkomplizierten, kleinen Rahmen werden die Videos gezeigt und im Austausch vertieft. Du kannst dich einem offenen Gesprächstreffen oder einer bestehenden Gruppe anschließen.

Wage den Aufbruch zu einer Reise, den Frieden zu finden! Lerne Menschen kennen, die, wie du, über das Leben und den Frieden nachdenken wollen.

Zusätzlich kann man während den drei Expeditionswochen jeden Tag eine E-Mail oder einen WhatsApp-Broadcast bekommen mit einer Auslegung zu einem Bibelabschnitt, bei dem es um den Frieden geht. Dazu einfach mit der entsprechenden Kommunikations-Adresse anmelden.

 

Sonntagsgottesdienste rahmen die ganze Expedition immer sonntags um 10 Uhr in der Martinskirche Neuffen oder anderen Täles-Gemeinden.

Einen Film-Impulsabend gibt es am Freitag, 11. Januar um 19.30 Uhr mit dem Film „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ im Evang. Gemeindehaus Linsenhofen. Eintritt frei!

Flyer zum Download hier!

Weitere Projektseiten:
- Projekthauptseite
- Liste der Gesprächstreffen
- Bibelleseplan
- Gottesdienstplan
- Filmabend
- Organisation und Anmeldung

Wer ist und was ist »Evangelisch im Täle«?

Unter dem Motto „Evangelisch im Täle“ erfolgt seit 2005/06 die engere Zusammenarbeit von sieben evangelischen Kirchengemeinden im Distrikt Neuffener Tal des Dekanats Nürtingen.

Das Ziel: Die Gemeinden wollen sich Schritt für Schritt näher kommen, geistliche Vertiefung erfahren und die Gemeinschaft untereinander fördern.

Die einzelnen Gemeinden setzen Schwerpunkte.

Gemeinsam führen sie Veranstaltungen und Projekte durch, die eine Gemeinde allein nicht durchführen kann.

Kontaktdaten zu den Gemeinden finden Sie hier

Ausschreibung Diakonat Familienarbeit

Die Tälesgemeinden machen sich stark für Familienarbeit! Aus eigenen Mitteln finanzieren wir einen Stellenanteil, der zur Schaffung einer neuen Stelle für Familienarbeit im Kirchenbezirk Nürtingen geführt hat. Die Stelle wird zur einen Hälfte für die Familienarbeit in der Gemeinschaft der Tälesgemeinden zur Verfügung stehen und zur anderen Hälfte für Projekte der Familienarbeit in wechselnden Gemeinden im ganzen Kirchenbezirk. Hier geht es zur Ausschreibung (läuft bis 9.12.).

Von der Jugend lernen, wie man die Bibel lesen kann

Treffen der Hauskreise von Evangelisch im Täle

 

Es mögen etwas über hundert Besucher gewesen sein, die am 6. November 2018 den Saal im evangelischen Gemeindehaus in Kohlberg bis zum letzten Platz gefüllt haben. Es ging ihnen um „Lebendiges Bibellesen“, um dialogische Formen und Methoden, wie man in Kleingruppen (Hauskreisen, Bibelgruppen) in der Bibel lesen und daraus Gewinn ziehen kann. Wie der Moderator des Abends, Günther Arnold, erklärte, war dazu aus Stuttgart ein „hochkarätiger“ Referent gekommen: Dieter Braun, der Fachliche Leiter des gesamten Evangelischen Jugendwerks in Württemberg.

 

Als Einstieg berichtete Dieter Braun von Erfahrungen aus der Jugend- bzw. Kinderkircharbeit, nämlich von Gottesdiensten für Zwölf- bis Vierzehnjährige („TeenieKirche“) an nicht-sakralen Orten, zum Beispiel am Sonntagmorgen in einer Zimmererwerkstatt. Er berichtete davon, wie es dort gelingt, mit 50 bis 100 Jugendlichen gemeinsam Bibeltexte zu lesen und ins Gespräch darüber zu kommen.

 

Es gibt freilich – so Braun – einige Voraussetzungen dazu, wie so eine TeenieKirche mit schlichtem Ablauf stattfinden und vor sich gehen muss (bis auf den letzten Punkt sei am berichteten Beispiel alles gegeben gewesen):

- freiwillig

- dynamisch

- erfahrungsorientiert

- dialogisch

- verständlich

- alltagsorientiert

- zu einer akzeptablen Zeit

 

Auf ähnliche Weise, wie man es beim Modell der TeenieKirche entwickelt hat, sei es auch möglich, dass Erwachsene sich im Hauskreis oder in der Bibelgruppe miteinander sich dem Bibeltext zuwenden. Was lag dann näher, das gleich an Ort und Stelle mit den erwachsenen Besuchern zu erproben? Die Besucher, darunter auch zahlreiche Senioren, ließen sich in der Tat darauf ein.

 

Farbe bekennen

Nachdem der biblische Text aufgeschlagen ist, eröffnet ein kurzes Gebet und das Vorlesen des Textes (alle haben die gleiche Bibelausgabe vor sich!) diese Phase des Gottesdienstes. Nach einer kurzen Stille von etwa zwei Minuten heißt es: „Entdeckungen teilen“ – mit einigen Nachbarn benennt jeder das, was ihm aufgefallen ist. Dann einigt sich diese oft zufällige Kleingruppe auf einen Punkt, den sie gegenüber dem Plenum äußern möchte. Das geschieht mit verschieden-farbigen Karten, die gleichzeitig Anregungen für die Nachfrage sind: „Farbe bekennen“. In der „Nachhakrunde“ werden vom Referenten dann diese Nachfragen aufgegriffen. Zum Schluss gibt es noch eine Phase der Stille, um zu bedenken: Was ist mir heute wichtig geworden?

 

Das Farbe-bekennen war dann die praktische Anregung dieses Abends für die Besucher im Kohlberger Gemeindehaus. Jeder Teilnehmer an einer Gesprächsrunde des Hauskreises zum Beispiel verfügt über einen Kartensatz dieser Impulse. Nach dem Verlesen des Textes und einer Stille soll sich jeder für eine Karte entscheiden, die er vor sich hinlegt und dann, wenn er an der Reihe ist, in die Runde einbringt. Das Medium der Karte motiviert, informiert und trägt dazu bei, den Gesprächsablauf zu steuern. Die farbigen Karten provozieren mit ihren Aufschriften, zu denen man sich „bekennen“ soll:

 

      Hä?               Das habe ich nicht ganz verstanden!

 

 Einspruch          Da bin ich anderer Meinung.

 

 Respekt             Das finde ich beeindruckend!

 

 Richtig               Der Meinung bin ich auch!

 

 Alles klar!          Das habe ich entdeckt.

 

 Time out            Das interessiert mich näher.

 

 Joker                  

 

Dieter Braun versäumte nicht, darauf aufmerksam zu machen, dass sich die Zeiten gewandelt haben.

Es gebe einen „kulturellen“ Graben, der sich vor denen auftut, die nicht von klein auf mit der Bibel bekannt gemacht worden sind und die sich die Frage stellen: „Wie kann man Gott begegnen?“ Deshalb sei es umso notwendiger, verständlich von Gott zu reden und dazu beizutragen, dass der kulturelle Graben zwischen Gemeinde und Allgemeinheit überbrückt wird.

Traugott Kögler

Durst nach gelingendem Leben - Tälesgottesdienst Pfingstmontag 2018 mit Kirchenrat Tobias Schneider

Täles-Posaunenchor

Tälegottesdienst Pfingstmontag 2018, Beuren

Kirchenrat Tobias Schneider und Pfarrer Stiehler

Zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem E-Bike oder mit dem Auto kamen am Pfingstmontag etwa 150 Christen aus dem Neuffener Tal und Großbettlingen nach Beuren, um das Pfingstfest zu feiern.

Pfarrer Andreas Stiehler begrüßte im Garten des evangelischen Gemeindehauses eine Gottesdienstgemeinde, die  am zweiten Pfingstfeiertag auf Gottes Wort hören, sich an der Gemeinschaft freuen und die frühsommerlich-angenehme Atmosphäre im Freien genießen wollte. An Pfingsten wird das Kommen des Heiligen Geistes gefeiert und kommt zugleich die Osterzeit zum Abschluss. Die Ansprache von Kirchenrat Tobias Schneider griff die Jahreslosung für 2018 auf, die sich die christlichen Kirchen jedes Jahr wählen, und stellte sie mit dem Pfingstfest in einen Zusammenhang. „Alles Leben braucht Wasser“, stellte der Redner fest, „und wo Wasser fehlt, leidet die Kreatur Durst“. Wir Menschen kennen über den körperlichen Durst hinaus den Durst nach gelingendem Leben. Von diesem Lebensdurst spricht, so Schneider, die Jahreslosung: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Jesus selbst sei die Quelle des Lebens, und das „Wasser des Lebens“ sei für die Christen der Heilige Geist. Der Heilige Geist aber sei genauso unverfügbar wie der Regen. Man könne ihn erbitten und dabei bereit sein, das Wirken des Geistes zu spüren. Sein Kommen sei oft unspektakulär, oft erst im Nachhinein bemerkbar.  Es verhalte sich so wie bei einer Basilikumpflanze im Topf, die man vergessen hat zu gießen. Sie welkt, man gießt sie – und sieht zunächst nichts. Allmählich richtet sie sich wieder auf. So könne es mit dem Geist aus Gott passieren, und ein festlicher Gottesdienst wie dieser sei wie ein Brunnen, wo sich Christen treffen, um gemeinsam den Durst nach Leben zu stillen.  Den Gottesdienst begleitete ein Posaunenensemble aus den sieben Gemeinden musikalisch. Im Anschluss daran wurde gegrillt und gegessen und die Gemeinschaft gepflegt.

Traugott Kögler

 

Vorbildliche Zusammenarbeit

Kirchengemeinderäte aus dem Neuffener Tal beraten gemeinsam unter der Moderation von Eckhard Rahlenbeck (rechts stehend)

Kirchengemeinderäte des Neuffener Tals beraten gemeinsam in Großbettlingen

Wie können sieben unterschiedliche evangelische Kirchengemeinden in sieben Orten miteinander eine blühende kirchliche Landschaft sein? Zahlreiche Kirchengemeinderatsmitglieder aus den Orten im Neuffener Tal und Mitarbeiter im Täles-Kernteam, insgesamt 54 engagierte Frauen und Männer trafen sich an einem Samstag Anfang März 2018 im evangelischen Gemeindehaus in Großbettlingen, um darüber konkret nachzudenken.

Es war nicht das erste Mal, dass sich die kirchlichen Mitarbeiter aus sieben Gemeinden begegneten. Im Verlauf des Jahres 2017 hatten der Dekan und die Schuldekanin die sieben südlichen Kirchengemeinden im Dekanat Nürtingen besucht und sich gemeindeübergreifend mit Mitarbeitern getroffen. Eine solche „Distriktsvisitation“ war für alle Seiten etwas vollkommen Neues. Im Zuge dieser Visitation konnten sich Dekan und Schuldekanin ein Bild darüber machen, wie sich das örtliche Gemeindeleben und wie sich die Zusammenarbeit der Gemeinden untereinander gestaltet. In Gespräche lernten sie die Mitarbeiter kennen und verfassten am Ende einen Bericht. Der Bericht von Dekan Waldmann führte zu der Feststellung, die Zusammenarbeit unter dem Motto „Evangelisch im Täle“ sei an vielen Stellen vorbildhaft.

Nun sollten bei diesem Treffen im März die nächsten Schritten der Zusammenarbeit entworfen werden. Dass man den gemeinsamen Auftritt auf einer Homepage verbessern und ausbauen will, ist eine schon beschlossene Sache. Überhaupt will man die Marke „Evangelisch im Täle“ in der Öffentlichkeit noch besser bekannt machen. Einzelne Sparten der Gemeindearbeit oder Zielgruppenaktivitäten können oder wollen sich vernetzen. Für die geplante Stelle eines Diakons mit Schwerpunkt Familienarbeit im Neuffener Tal erstellt man eine ganze Liste von Aufgaben, die man gemeinsam anpacken will: Wochenend-Angebote, Freizeiten oder Aktionstage.

Als sehr wichtig erachten die Kirchengemeinderäte, dass die Pfarrer Entlastung erhalten.  Verwaltungs- und Bauangelegenheiten könnten zum Beispiel von dafür beauftragten Fachleuten übernommen werden. Die Teilzeitstellen von Pfarramtssekretärinnen könnten aufgestockt werden.

Unter der Moderation des Journalisten Eckhard Rahlenbeck (Tübingen) wurden aber noch andere Themenfelder bearbeitet. Das Angebot an Gottesdiensten möchte man profilieren im Rahmen eines gemeinsamen Konzepts: Gottesdienste mit verschiedenen Musikstilen, an unterschiedlichen Orten für unterschiedliche Personenkreise mit unterschiedlichen Elementen werden gewünscht, sollen entwickelt und in allen sieben Gemeinden beworben werden. Ehrenamtliche Mitarbeiter können zusammen mit Pfarrern oder Diakonen die Vorbereitung übernehmen. Für die ehrenamtlichen Mitarbeiter will man tälesweite Angebote entwickeln: Tagesausflug, Grillfest oder Fortbildungen.

Das alles ist nur eine Auswahl von vielen machbaren Ideen, die beim Klausurtag der Kirchengemeinderäte von Evangelisch im Täle im März angesprochen wurden. Ein Kernteam von je zwei bis drei Vertretern jeder Gemeinde wird die gesammelten Vorschläge weiter beraten und nach Wegen zur Umsetzung suchen. Zu Evangelisch im Täle gehören die Kirchengemeinden Beuren, Frickenhausen, Großbettlingen, Kohlberg, Linsenhofen, Neuffen und Tischardt. Sprecher und Kontaktadresse ist derzeit Pfarrer Harald Geyer aus Kohlberg.

  • Meldungen aus der Landeskirche

  • 16.01.19 | Kirchen stellen Demokratie-Mobil vor

    Unter dem Motto „Für Menschenrechte – gegen Populismus“ haben die Evangelische Landeskirche in Württemberg und die Diözese Rottenburg-Stuttgart gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung am 15. Januar in Stuttgart das Demokratie-Mobil präsentiert. Sie wollen damit durch das Land ziehen und mit den Menschen zu den Themen Demokratie und Grundrechte ins Gespräch kommen.

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  • 16.01.19 | Älteste Vesperkirche öffnet ihre Türen

    Mit einem Gottesdienst am kommenden Sonntag (13. Januar) startet die älteste Vesperkirche Deutschlands in der Stuttgarter Leonhardskirche in ihre 25. Saison. Für die zahllosen Menschen am Rande der Gesellschaft gibt es dann wieder über sieben Wochen hinweg die Möglichkeit, ein "Zuhause auf Zeit" zu haben.

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  • 16.01.19 | Raus in die Natur

    „Schau an der schönen Gärten Zier. Garten – Natur – Schöpfung“ lautet das Schwerpunktthema der katholischen und evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg auf der diesjährigen Tourismusmesse CMT vom 12. bis 20. Januar 2019 in Stuttgart.

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