Pfarrerin Zürn (rechts) mit Pfarrer Conzelmann, der als Hirte auftrat

Zahlreiche Teilnehmer beim Expeditionsabend in Großbettlingen

Expedition  im Täle – immer wieder ein Gewinn für die Gemeinschaft und den Einzelnen

Am 31. Januar 2020 fand der 2. Expeditionsabend zum Psalm 23 „Behütet, umsorgt, gesegnet“ von „Evangelisch im Täle“ statt. Die Vorbereitung hatten die Kirchengemeinden aus Großbettlingen und Beuren übernommen. Auch dieses Mal waren circa 70 Teilnehmer aus den sieben evangelischen Kirchengemeinden des Distrikts Neuffener Tal ins Gemeindehaus nach Großbettlingen gekommen. „Mir wird nichts mangeln: Wofür bete ich?“ war das zentrale Motiv des Abends.

Die Aufgaben eines „guten Hirten“ legten Pfarrerin Senta Zürn aus Großbettlingen und Pfarrer Roland Conzelmann aus Beuren in einem lockeren Dialog dar. Dazu hatte sich Herr Conzelmann extra eine Schäfermontur von einem aktiven Schäfer aus Balzholz ausgeliehen.

Meditative Teile, zum Beispiel das Verlesen des Psalm 23 mit ansprechenden Bildern, wechselten sich mit Impulsvorträgen ab. Herr Conzelmann stellte die Begriffe Fülle und Mangel mit Hilfe von Bildern dar und forderte die Teilnehmer auf sich in Gruppengesprächen damit auseinanderzusetzen: Leben wir in paradiesischen Zeiten oder Wüstenzeiten?

Der ganze Abend wurde musikalisch bereichert durch das sehr gelungene Klavierspiel von Tanja Groß.

Pfarrerin Zürn folgerte in ihrem Beitrag, dass weder üppige Fülle noch Mangel erstrebenswert sind, sondern die Balance der Mitte. Jesus kann diese Mitte, unser Gegenüber sein. Johannes 10 greift dazu das Bild vom guten Hirten aus Psalm 23 auf und sieht Jesus Christus als Hirten für alle Menschen! Sein Herz schlägt für jeden Einzelnen.

Dann konnten die Teilnehmer an verschiedenen Gebetsstationen das Beten in unterschiedlichsten Formen kennenlernen. Pfarrerin Zürn begab sich  mit circa der Hälfte der Teilnehmer in einem meditativen Gang zur Andreaskirche, um dort gemeinsam für einige Minuten Stille zu erfahren. Ein Teil blieb mit Tanja Groß im Raum und sang Anbetungslieder. In Anlehnung an den Tälesgebetstreff gab es einen offenen Gebetskreis und im Keller des Gemeindehauses zwei weitere Stationen. Dort konnten die Teilnehmer mit Hilfe von Steinen symbolisch Lasten benennen und ablegen oder Kerzen anzünden und bei meditativer Musik Dankgebete und Fürbitten formulieren. Mit Luthers Abendsegen wurde im Plenum der Abend beschlossen. Danach konnten die Teilnehmer bei Getränken und Knabbereien miteinander ins Gespräch kommen.

Andrea Grüb